friedrichshafener erklärung |
„Nationalstrategie Zivilgesellschaftsforschung“ erarbeitet und zur
Unterzeichnung offen | 09.07.2012
Im Rahmen der Abschlusskonferenz des
Mercator Forscherverbundes „Innovatives Soziales Handeln – Social
Entrepreneurship“ an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen wurde
von den teilnehmenden Wissenschaftlern ein gemeinsamer Standpunkt zu
einer „Nationalstrategie Zivilgesellschaftsforschung“ erarbeitet. Neben
einer hochschulseitigen Vernetzung wurden insbesondere 6 Punkte
thematisiert. Die Friedrichshafener Erklärung und eine Übersicht der
bisherigen Unterzeichner finden Sie hier.
ZU-Studierende auf „Summer School Seminar“ in Äthiopien zu sozialer Wertschöpfung und Unternehmertum | 10.01.2012
Studierende und Doktoranden der Zeppelin Universität und der Partneruniversität Adama University haben sich während eines zweiwöchigen „Summer School Seminars“ in Äthiopien mit dem Thema „Soziale Wertschöpfung und Unternehmertum“ befasst. Das Seminar war Teil des von Siemens Stiftung und ZU initiierten IRENE | SEE Projekts.
Der ZU-Dozent Dr. Peer Ederer vermittelte in der ersten Woche Grundlagen zu (sozialem) Unternehmertum, während sich den Studierenden und Doktoranden in der zweiten Woche die Möglichkeit bot, praktische Erfahrungen zu sammeln. In der Hauptstadt Addis Abeba war die Gruppe unter anderem zu Gesprächen mit dem äthiopische Ministerium für Industrie sowie dem Wirtschaftsattaché der Deutschen Botschaft verabredet. Besonders eindrucksvoll für die Teilnehmer war ein Treffen mit der „Business-Frau Afrikas 2011“ Bethlehem Tilahun Alemu, Gründerin der Schuhfirma „soleRebels“.
Ethiopia Summer School - Impressionen der Teilnehmer im Video
Auftaktveranstaltung: Siemens Stiftung und Zeppelin Universität gründen „International Research Network für Social Economic Empowerment“ (IRENE I SEE) zur Erforschung von Sozialunternehmertum in Ländern Afrikas und Lateinamerikas | 09.09.2011
Das Forschungsnetzwerk IRENE I SEE ist unter der Koordination der Zeppelin Universität in Friedrichshafen entstanden und im CiSoC verankert. Gemeinsam mit folgenden vier Partner-Universitäten
| Adama University, Adama, Äthiopien | Universidad de los Andes, Bogotá, Kolumbien | EGADE Business School, Monterrey, Mexiko | Stellenbosch University, Cape Town, Südafrika
wird das auf vier Jahre angelegte Netzwerk Anwendbarkeit, Nutzen und Grenzen sowie langfristiger Wirkungen von “Social Economic Empowerment” in den jeweiligen Ländern erforschen. „Social Economic Empowerment“ wird dabei als der Prozess der wirtschaftlichen Selbstbefähigung durch professionelle Unterstützung verstanden. Ein verstärkter Fokus gilt dabei sogenannten „unternehmerischen Lösungen sozialer Probleme“, die insbesondere im Kontext der vielfach kritisierten traditionellen Entwicklungszusammenarbeit seit einigen Jahren als neue Hoffnungsträger diskutiert werden.
Bei der Auftaktveranstaltung vom 25. bis 27. August trafen sich im Magnus-Haus in Berlin direkt an der Museumsinsel erstmalig alle IRENE I SEE-Promovenden, die beteiligten Professoren, Koordinatoren und Vertreter der Siemens Stiftung, um das Forschungsnetzwerk sowohl inhaltlich abzustecken als auch organisatorisch zu strukturieren. Kernstück der drei Tage waren vor allem die Präsentationen der insgesamt sechs Doktoranden, ihre kritische Diskussion sowie die Generierung eines gemeinsamen Projektrahmens.
University Social Responsibility: Glückwunsch! | 15.03.2011 Gemeinsam mit fünf weiteren deutschen Hochschulen darf sich die Zeppelin-University aufs Siegertreppchen stellen, mit einem der besten Konzepte zum eigenen gesellschaftlichen Engagement. Das CiSoC übernimmt darin eine Schlüsselrolle indem es die Bedeutung der universitären Projekte für die Zukunft der Zivilgesellschaft untersucht. Die Ausschreibung der Mercator-Stiftung und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft („Mehr als Forschung und Lehre“) zeichnet das Engagement von Universitäten aus, die sich neben dem klassischen Wissenschaftsbetrieb auch den lebenspraktischen Verbindungen der eigenen Hochschule in den gesellschaftlichen Raum hinein widmen.
Rohstoffgewinnung in einer Erzmine im Ostkongo. Bergarbeiter arbeiten unter lebensbedrohlichen Bedingungen, während sie Materialien abbauen, die die Industrie zur Herstellung von Handys, Laptops und Digitalkameras benötigt. Gleichzeitig werden mit den Gewinnen aus dem Verkauf der Rohstoffe Kriege finanziert, die die Region destabilisieren. Menschenrechtsorganisationen mobilisieren zu Demonstrationen, in der Zivilgesellschaft formiert sich Widerstand, und auch die meisten Staaten haben kein Interesse an instabilen Regionen. Wie gehen wir mit diesem Konflikt um?
45 Abiturienten sind am nächsten Wochenende an die ZU eingeladen, um diesen Konflikt im Rahmen des Planspiel G8 Gipfel nachzustellen. Ziel des Planspieles ist es, eine Resolution zu verfassen, die Produktions- und Handelsstandards für die Gewinnung von Mineralien festschreibt. Wir sind gespannt, wie G8-Staaten und NGOs verhandeln!
RockYourLife!
Bundesstart in Berlin | 29.10.2010
Das
Friedrichshafener Sozialunternehmen RockYourLife! ist seit Oktober an
elf deutschen Standorten aktiv. Die Auftaktveranstaltung für den
Bundesstart in Berlin war voller Erfolg: Rund 130 geladene Gäste
aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, dem Stiftungswesen und den
Medien begingen den Start des Hauptschüler-Coaching-Programms.
In ganz Deutschland starten nun mehr als 300 RockYourLife! Coaching
Paare ihre Arbeit.
Die
CiSoC-Mitarbeiterin Elisabeth Hahnke diskutierte als
Geschäftsführerin von RockYourLife auf dem Podium zu dem
Thema „Dialog statt Revolution – Sozialunternehmen
als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Sozialem“.
Neben Markus Hipp, geschäftsführender Vorstand der BMW
Stiftung Herbert Quandt, Marcus Bauer, Partner von Booz & Company
Office in Berlin, und Michael
Bürsch vom Centrum für Corporate Citizenship Deutschland,
war
auch Saskia Richter vom CiSoC dabei.
Biografie
der Grünen-Gründerin Petra Kelly | 25.10.2010
Sind
die Proteste in Gorleben und gegen Stuttgart 21 eigentlich kalter
Kaffee? Zumindest sind sie nicht neu in der Geschichte der
Bundesrepublik. Schon in den 1970er Jahren haben der Bau von
Atomkraftwerken, die Frankfurter Startbahn West und die
NATO-Nachrüstung viele tausend Menschen auf die Straße
getrieben. Eine von ihnen war Petra Kelly, die 1980 Grünen in
Deutschland mitbegründete.
„Die Aktivistin“ heißt
nun die Biografie, die Saskia Richter als Mitarbeiterin am CiSoC bei
der Deutschen Verlags-Anstalt veröffentlicht hat. Die Arbeit ist
die erste wissenschaftliche Biografie über eine lange vergessene
Politikerin, die den alternativen Zeitgeist der frühen 1980er
Jahre geprägt hat. Das Buch beschäftigt sich damit, warum
die sozialen Bewegungen entstanden und was wir für unsere
heutige Zeit von ihnen lernen können.
Die
Biografie rehabilitiere Kelly als wichtigste Gründungs-Grüne,
schreibt der Berliner Tagesspiegel. Weitere Besprechungen sind in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Zeit und der Welt erschienen.
Die ARD-Sendung Titel, Thesen, Temperamente hat auf am 17. Oktober
auf der Grundlage der Arbeit einen Rückblick gezeigt, der das
unbedingte Leben der Petra Kelly als Aktivistin, Märtyrerin und
Idealistin darstellt.
Ein
Buch über die „Moral-Macher“ │ 20.09.2010
Können
soziale Probleme jenseits staatlicher Versorgungslogiken gelöst
werden? Man kann es zumindest versuchen – so jedenfalls lehrt es
die Zeppelin University, die selbst als gemeinnützige GmbH
organisiert ist. Ein erstes Portrait über die „Moral-Macher“
ist im November 2009 im Focus erschienen. Nun hat das Autorenteam ein
ganzes Buch herausgebracht. Zwei Mitglieder des CiSoC sind
portraitiert: Geschäftsführerin der Rock Your Life gGmbH,
Elisabeth Hahnke, und Stephan A. Jansen als Präsident der
ZU.
Ruzas, Stefan / Pawlak, Carin / Elflein, Christoph /
Brand, Jobst Ulrich (2010): Die Moral-Macher - Erfolgreiche Manager
mit Gewissen und was man von ihnen lernen kann, Frankfurt:
Redline.
160
Studierende, 1 Woche, 1 Kooperationsprojekt mit der Phineo gAG |
01.09.2010
Hilft
Wirtschaftsethik an Universitäten? Müssen Studierende, die
sich für spätere Entscheiderpositionen an Universitäten
qualifizieren, entsprechende Module belegen, damit sie moralisch
integre Entscheider werden? Derzeit heißt die Antwort wohl
immer ja. Die Zeppelin Universität sieht das etwas
differenzierter und setzt auf die Ursprünge der
Wirtschaftswissenschaft und Erfahrungslernen.
Die 160
Erstsemester der Zeppelin Universität sind in der
Einführungswoche in der Analyse von Sozialunternehmen und
arbeiten gemeinsam mit den Initiatoren und dem Vorstand der Phineo
gAG gemeinsam.
Begleitforschung
und Evaluation für Initiative „Arbeiterkind.de“ |
01.09.2010
Die
Initiative ArbeiterKind.de ermutigt Schülerinnen und Schüler
nicht-akademischer Herkunft zum Studium und unterstützt sie auf
ihrem Weg zum erfolgreichen Studienabschluß. Über das
Internetportal hinaus baut die Initiative ArbeiterKind.de ein
bundesweites Netzwerk von Mentoren auf, die Schülern und
Studierenden als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Innerhalb von acht Monaten gewann die Initiative bereits über
1000 ehrenamtliche Mentoren, die sich in circa 70 lokalen
ArbeiterKind.de-Gruppen engagieren.
Das CiSoC wurde seitens
der Gründerin Katja Urbatsch angefragt, eine entsprechende
Begleitforschung und Evaluation durchzuführen. Gemeinsam mit
Studierenden der Zeppelin Universität soll dies im Herbst für
zunächst zwei Jahren starten.
Zum Hintergrund: Laut der
aktuellen Sozialstudie des deutschen Studentenwerks nehmen von 100
Akademikerkindern 83 ein Hochschulstudium auf. Dagegen studieren von
100 Kindern nicht-akademischer Herkunft lediglich 23, obwohl doppelt
so viele die Hochschulreife erreichen. Die Gründe sind
vielfältig, neben den Finanzierungsaspekten ist es aber vor
allem die Unkenntnis. Die seit Mai 2008 bestehende Initiative
ArbeiterKind.de zielt darauf ab, dieses Informationsdefizit zu
beheben und Schüler aus nicht-akademischen Herkunftsfamilien zur
Aufnahme eines Hochschulstudiums zu ermutigen.