Methodik Da man Theorie am besten lernt und begreift, wenn man sie an anschaulichen Fällen anwenden kann, basiert das Lehrkonzept des Lehrstuhls für Innovationsmanagement auf einer engen Verknüpfung von Theorie und Praxis. Ein Seminar wird daher folgendermaßen strukturiert: die Studierenden erarbeiten zunächst die theoretischen Grundlagen des Themenbereichs. Im Rahmen von Praxiskooperationen bekommen die Studenten im Anschluss reale Aufgabenstellungen und Herausforderungen aus der Unternehmenspraxis gestellt, die es mit Hilfe der theoretischen Vorarbeit und natürlich der studentischen Kreativität und Expertise zu lösen gilt.
Lehrangebot In unseren Seminaren sollen Studenten Forschungserfahrung im Bereich des Technologie-, Innovations- und Wissensmanagement sammeln können. Daher bieten wir sowohl für den Bachelor als auch den Master „Open Innovation“-Kurse sowie die Masterkurse „R&D Metrics and Creativity“ und „Knowledge Management“ an. Ferner bieten wir auch im Executive Master Kurse wie "Digitale Geschäftsmodelle" an.
| Einführung in das Innovations- und Technologiemanagement (BA) – Wie kommen Unternehmen von Trends zu inkrementellen oder radikalen Innovationen? | Open Innovation Grundlagen (BA) - Wer macht was wie? | Open Innovation praxisorientierte Forschung (MA) - Wie kann man Ansätze verbessern und messen? | Creativity and Controlling (MA) - Wie managed man das Spannungsfeld zwischen Kreativität und Messbarkeit in Unternehmen? | Wissenbasierte Unternehmensführung (MA) - Welches Wissen ist für mein Unternehmen wo wichtig? | Digitale Geschäftsmodelle (eMA Dip) - Wie werden innovative digitale Geschäftsmodelle entwickelt und bewertet?
Beispiel einer Seminarkooperation: Advanced Open Innovation Als Teil des Mastermoduls entwickelten Masterstudierende zusammen mit dem europäischen Flugzeughersteller Airbus und
dem führenden Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnik
T-Systems unter dem Titel „Open Innovation
Aeronautics 2011" ein Konzept, wie Open Innovation in der Luftfahrtbranche gestaltet werden könnte.
| Die Öffnung des Innovationsprozesses zur Integration diverser Akteure bedingte zunächst die
Wahl eines dreigliedrigen Open Innovation Gesamtkonzeptes – interne,
partnerzentrierte und öffentliche Open Innovation Initiative –, welches den
Unternehmen einen ganzheitlichen “Blick über den Tellerrand” ermöglicht und
gleichzeitig internes Wissen besser verfügbar macht. Dabei galt es, für
jede Initiative Prozesse, Methoden und Werkzeuge zu erarbeiten, mit dem Ziel,
sowohl wissenschaftlichen als auch praktischen Ansprüchen zu genügen.
| In der Theoriephase des Kurses wurde gemeinsam mit den
Studierenden basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Bereich Open
Innovation das grundsätzliche Vorgehen definiert.
| Die anschließende Phase der Datensammlung diente der
Ergänzung und Verifizierung dieser ersten Ansätze durch die eigenständige
Durchführung von Experteninterviews mit Mitarbeitern von Airbus, T-Systems und
weiteren ausgewählten Unternehmen im Rahmen einer multiplen Fallstudien-Analyse.
| In einer mehrstündigen Abschlusspräsentation überzeugten die Studierenden die Managementvertreter beider Unternehmen durch detaillierte und wissenschaftlich fundierte neue Open Innovation Konzepte. Die präsentierten Inhalte und Konzepte, welche im Vorfeld aus der Theorie abgeleitet wurden, wurden abschließend von den Studierenden in wissenschaftlichen Hausarbeiten verschriftlicht. Die Ergebnisse zeigten wissenschaftlich fundierte und kreative Konzepte, aber auch für die Praxispartner relevante Ansätze, die starkes Interesse an einer vertieften Betrachtung und möglichen Implementierung weckten.
|
|
|