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Ein aktueller Forschungsschwerpunkt behandelt den Öffentlichkeitswandel vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses unterhaltender und populärkultureller Elemente und Themen in der Vermittlung öffentlichkeitsrelevanter Themen. Das Interesse gilt der Entstehung einer „Unterhaltungsöffentlichkeit“ bzw. von „cultural public spheres“.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt gilt der rezeptionsorientierten Handlungstheorie. Das Hauptinteresse besteht in der Weiterentwicklung des handlungstheoretischen Konzepts der „Kreativität des Handelns“ vor dem Hintergrund aktueller Veränderungen der Gebrauchs-, Nutzungs- und Aneignungsweisen von Medien und der Veränderung alltäglicher kommunikativer Praktiken.
Auf dem Gebiet der Medien- und Kultursoziologie besteht das Interesse in der Behandlung kultureller Formen der Vergesellschaftung, die aktuell als „Mediengesellschaft“ und/oder „Medienkultur“ beschrieben werden. Eine leitende Fragestellung richtet sich auf die Konsequenzen für die Medien- und Kommunikationswissenschaft selber, die mit ihren traditionellen Programmen zur Analyse der Massenkommunikation verbunden sind.
Darüber hinaus vertritt der Lehrstuhl eine an den inter- und transdisziplinär ausgerichteten Cultural Studies orientierte Methodenvermittlung für die Medien- und Kommunikationswissenschaft. Diese Forschungstradition favorisiert evaluative und interpretative, d.h. entdeckende Methoden, die u. a. auch im Rahmen der Ausrichtung einer Forschungswerkstatt auf dem seit 2005 jährlich stattfindenden „Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung“ vermittelt werden.
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