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Stipendien | Vodafone Chancen-Programm

Die Vodafone Stiftung unterstützt seit 2008 Studierende der Bachelor-Programme der ZU, die über einen Migrationshintergrund verfügen, mit einem Vollstipendium. Neben den Studiengebühren erhalten die Stipendiaten auch Mittel, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Finanziell unterstützt werden die Studierenden ferner bei Praktika und Auslandsaufenthalten. Während der gesamten Studienzeit stehen den Stipendiaten Mentoren zur Seite.

Um ein Vodafone-Stipendium können sich in Deutschland lebende Studienanfänger, unabhängig von Nationalität, Aufenthaltsstatus und Art der Hochschulzugangsberechtigung bewerben. Voraussetzung sind neben der Zulassung zum Bachelor-Studium der ZU u.a., dass die wirtschaftlichen bzw. Vermögensverhältnisse des Bewerbers keine eigenständige Finanzierung des Studiums zulassen. Die Stiftung orientiert sich sich dabei an BAföG-Kriterien. Einzelheiten zum Stipendienprogramm "Vodafone Chancen" finden Sie auf der Homepage der Vodafone-Stiftung und in diesem Flyer.


Schon genug erfahren? Dann jetzt bewerben!


Vodafone-Stipendiatin Nikolina-Romana Milunovic

Nikolina-Romana Milunovic hat kroatische Eltern und studierte bei uns „Public Management & Governance“. Sie ist eine unserer Vodafone Chancen Stipendiatinnen. Die Vodafone Stiftung finanziert ihr alle Studiengebühren und eine Pauschale für die Lebenshaltungskosten.Wir haben Nikolina-Romana Milunovic einige Fragen gestellt zum Stipendium und zur ZU:

Was schätzen Sie am Vodafone Stipendium?

Neben der offensichtlichen erheblichen finanziellen Entlastung wie der Erstattung der Studiengebühren sowie weiterer Lebenshaltungskosten schätze ich vor allem die ideelle Förderung, die ich bisher erfahren habe. Im Rahmen des Mentorprogramms stehe ich in regem Kontakt mit Dr. Mark Speich, dem Geschäftsführer der Vodafone-Stiftung, der mir bei Fragen bezüglich meines beruflichen Interesseschwerpunkts, der überparteilichen Politikberatung, unterstützend zur Seite steht. Das Verhältnis zu den anderen Vodafone Stipendiaten bietet außerdem viele Austauschmöglichkeiten, welche aufgrund unserer Gemeinsamkeiten auf einem aussichtsvollem Fundament für künftige Vorhaben basieren.

Was schätzen Sie an der ZU?

An der Universität schätze ich vor allem die vielfältigen Möglichkeiten der Mitgestaltung. Aufgrund der geringen Größe sowie des jungen Alters der ZU wird konsequent auf studentische Mitwirkung gesetzt, sodass neben dem Studium genügend Raum für universitäre Entwicklung und selbstständige Projekte gewährleistet wird. Die Studentenschaft an sich scheint mir im Vergleich mit anderen privaten und öffentlichen Universitäten trotz ähnlicher Werte und Überzeugungen wie außergewöhnlichem Ehrgeiz und sozialem Bewusstsein um ein vielfaches heterogener als ich es mir hätte vorstellen können. Neben aufregenden Projektideen entstehen dadurch vor allem sehr gute Freundschaften.

Wie sind Sie auf das Stipendium aufmerksam geworden?

Auf die Möglichkeit eines Vodafone Stipendiums wurde ich durch einen Newsletter der ZU aufmerksam.


Werdegang:

Mein Name ist Nikolina-Romana Milunovic und ich wurde am 18.Februar 1989 in Berlin geboren. Die ersten zwei Jahre meines Lebens verbrachte ich in Kroatien, dem Heimatland meiner Eltern. Aufgrund dessen wurde ich zweisprachig erzogen. Mit drei Jahren begann ich in Berlin am Ballettunterricht teilzunehmen, eine Leidenschaft, der ich heute noch nachgehe. Nachdem ich 1999 vier Grundschuljahre erfolgreich beendet hatte, entschloss ich mich für eine Bewerbung am Humboldt-Gymnasium Berlin Tegel. Die Schule hatte in ihrer über 100 jährigen Geschichte ein Renommee für humanistische Bildung in Berlin erworben. Unter anderem hatte sie auch das „Express Abitur ab Klasse 5“ eingeführt. Kinder, die sich frühzeitig gymnasialen Anforderungen gewachsen sahen, sollten dort die Chance bekommen, ihr Abitur in 12 Jahren zu erlangen.In der zehnten Klasse nahm ich an einem optionalen Estland-Austausch teil. Für zwei Wochen reiste ich mit einer 10-köpfigen Schülergruppe nach Tallin, um dort bei einer Gastfamilie zu wohnen. Die Entscheidung für diesen Austausch war für mich eher Selbstverständlichkeit als Überlegung. Sobald mir die Möglichkeit geboten wurde, neue Länder und Kulturen kennen zu lernen, war ich begeistert dazu bereit. Zu Beginn des elften Schuljahres flog ich mit nun 15 Jahren nach New York City, um nach einem kurzen Aufenthalt nach Philadelphia zu fahren. Die Austauschorganisation AYUSA hatte dort eine Gastfamilie für mich gefunden und bot mir zusätzlich ein Teilstipendium an. In meiner neuen Heimatstadt besuchte ich die Junior Class der „Philadelphia High School for the Creative and Performing Arts“. Das Besondere an den Schultagen war, dass jeder Schüler neben den regulären Fächern in seiner Kunstform unterrichtet wird. Daher wurde ich in Ballett, Jazztanz, Moderner Tanz, Hip Hop und Stepptanz unterrichtet. In Philadelphia begann ich die Arbeit von UNICEF interessiert zu beobachten und entschloss mich deshalb in Deutschland, ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiterin des studentischen Schul- und Informationsteams zu werden.
Zurück in Berlin beendete ich 2007 die Schule mit dem Abitur und reiste daraufhin nach Nizza, um das durch meinen Französisch-Leistungskurs geprägte Interesse an Frankreich in einem Sprachaufenthalt münden zu lassen. Anschließend arbeitete ich für drei Monate als Praktikantin bei Bürger Europas e.V, einem überparteilichen Verein, der im Auftrag der Europäischen Kommission und des Bundespresseamtes Bildungsveranstaltungen mit MdEPs in Interaktion mit Schülern und Studenten organisiert und durchführt. Im Sommer 2008 reiste ich, nach einem erfolgreichem Bewerbungsverfahren an der ZU mit drei Freunden und meinem ehemaligen Politiklehrer im Rahmen eines
schulischen Entwicklungshilfeprojektes nach Sambia, um dort mit Kindern und Jugendlichen zusammenzuarbeiten.

















Nikolina-Romana Milunovic.




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geändert: 06.03.2012