Die Umstellung der vier Bachelor-Studienprogramme auf eine vierjährige Struktur stellt nicht nur eine Bologna-konforme Ausdehnung der Studiendauer von in der Regel drei auf nun vier Jahre dar, sondern vor allem zwei konzeptuelle Neuheiten:
Die ZU führt das Zeppelin-Jahr (erstes und zweites Semester) und das Humboldt-Jahr (sechstes und siebtes Semester) ein. Das Zeppelin-Jahr ist ein einführender Dreiklang aus Projektarbeit im Team + multidisziplinären Theoriegrundlagen + wissenschaftlichen Methoden: So werden trockene Theorien und Methoden “nässer”, also verständlicher in konkreten Praxis- oder Forschungsprojekten - ob zur Urbanität, Migration, Verwaltungsmodernisierung, Zivilgesellschaft, Kulturwirtschaft oder zu Politiknetzwerken.
Das Humboldt-Jahr startet im sechsten Semester - also genau zur richtigen Zeit, wenn gute Studierende den dringenden Wunsch verspüren, endlich mal etwas vollkommen selbständig zu machen: Das Humboldt-Jahr ist eine Selbstgewählte spezialisierende, individualisierende Forschungsorientierung im Dialog mit einem Lehrstuhl oder einem der acht ZU-Forschungsverbünde im In- oder Ausland.
Der vierjährige Bachelor der ZU ist also weit mehr als eine schleichende Ausdehnung der Studienzeit und damit eine Rück-Annäherung an das alte Diplom. Er ist vielmehr eine Neukonzeptionalisierung der Studienstrukturen, die mehr Eigenzeiten für Eigenwilliges, mehr Raum für Forschungsorientierung und mehr Substanz statt reiner Schnelligkeit ermöglicht.
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