artsprogram
Das artsprogram etabliert künstlerische Praxis als Bestandteil von Lehre und Forschung an der Zeppelin Universität. Es lädt KünstlerInnen, Studierende, WissenschaftlerInnen und Gäste zu Begegnungen zwischen Gegenwartskunst und Wissenschaften ein. Künstlerische Praxis, verstanden als sinnlich-ästhetische Form von Forschung, ist Teil des inter- und antidisziplinären Grundansatzes der Zeppelin Universität.
Zur Bildung solcher Erfahrungs- und Möglichkeitsräume werden KünstlerInnen eingeladen, die in ihren Arbeiten aktuelle Fragen der Politik, Kultur und Wirtschaft aufwerfen. Die Bandbreite ihrer sehr unterschiedlichen Beiträge reicht von dauerhaften Installationen über ephemere Aktionen und längerfristige Projekte bis hin zu Lehraufträgen.
Die Erfahrung von aktueller Kunstproduktion an der Zeppelin Universität wird begleitet durch reflektierende und diskursive öffentliche Veranstaltungsformate, in denen sich Akteure des Kunstbetriebs und ihre Arbeitskontexte vorstellen. Zur Erforschung künstlerischer Praxis werden in der Reihe talk n show KünstlerInnen zur Präsentation ihrer Arbeit und zum Gespräch über ihre Methodik eingeladen. Unter dem Titel Curating the Context veranstaltet das artsprogram Gespräche mit KuratorInnen, IntendantInnen, DirigentInnen, VerlegerInnen, SammlerInnen, KulturpolitikerInnen und MäzenInnen zu ihrem institutionellen Arbeitsfeld und den Grundlagen ihres Handelns.
Aufgabe des artsprograms ist es, an der Zeppelin Universität durch Kunst und Musik ein kulturelles Umfeld und einen lebendigen Interaktionsraum aus KunstproduzentInnen, Werken, VermittlerInnen und Publikum zu schaffen. Die Universität wird durch die initiierten Ausstellungen, Installationen und Performances auch zum Standort für zeitgenössische Kunst. Darüber hinaus werden Projekte, Ausstellungen, Vorträge, Konzerte und Kunstinszenierungen mit wechselnden Kooperationspartnern extern realisiert.
Neben dem Programmschwerpunkt der zeitgenössischen Bildenden Kunst befindet sich seit dem September 2008 ein Programmbereich Musik im Aufbau. In diesem Rahmen werden Gesprächskonzerte mit MusikerInnen und KomponistInnen organisiert, die in Kammermusikbesetzung bedeutende Werke vorstellen und zu neuen, reflektierten Hörerfahrungen einladen. Außerdem sollen PraktikerInnen und ExpertInnen aus dem Musikmanagement über ihre Arbeit im E- und U-Musikbetrieb berichten.
Das artsprogram bietet zugleich eine Plattform für künstlerische Aktivitäten der Studierenden. Studentisch initierte künstlerische und kuratorische Projekte, wie Ausstellungen, Performances, Chorauftritte und Konzerte werden vom artsprogram begleitet und von externen KünstlerInnen betreut.
Der Bereich der Bildenden Kunst im artsprogram wird geleitet von Ulrike Shepherd, freie Kuratorin und Künstlerin; den Musikbereich betreut Dr. Joachim Landkammer, Kulturwissenschaftler, Laienmusiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunsttheorie und inszenatorische Praxis.
Das artsprogram ist eine selbstständige Abteilung der ZU und arbeitet in Forschung und Lehre inhaltlich mit dem Lehrstuhl für Kunsttheorie & inszenatorische Praxis zusammen.
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Brand New View, Gunilla Klingberg (SE), Artist in Residence 2009, Zeppelin Universität
Zum aktuellen Jahresprogramm

Das artsprogram der ZU von 2004 - 2010: Alle Künstler, alle Projekte [neues Fenster]

Living despite capitalism (2008), Oliver Ressler
SUPERCHUNK (2008), Tilo Schulz, Display & Lounge
O.T. Präfixe (2005), Thomas Locher, Intervention
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