Projekt von ZU-Studierenden für eine bessere Bürgerbeteiligung
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22.05.2012
Eine bessere Bürgerbeteiligung ist längst in aller Munde – ZU-Studierende organisieren sie. Jetzt so geschehen in der Gemeinde Salem, wo eine neue Gemeindemitte geplant wird. In ihrem Projekt gingen die Master-Studierende auf Tour durch die Ortsteile, sorgen für Transparenz bei der Entscheidungsfindung und binden die Bürger ein.
Stuttgart 21 hat gezeigt was passiert, wenn die Bevölkerung nur unzureichend über einschneidende Vorhaben informiert wird. Der „Wutbürger“ ist dadurch im Gedächtnis geblieben. In Salem ist schon seit einigen Jahren die Schaffung einer Gemeindemitte im Bereich des Schlossseecenters geplant. Um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einzugehen, starteten die Studierende die Initiative „Mach Mitte!“.
„Ziel ist es, Transparenz im Entscheidungsfindungsprozess zu schaffen und die Bürger in die Gemeindeentwicklung mit einzubinden“, erklärt Christopher Owen, Leiter des Projekts, „so sollen Konzepte entwickelt werden, die die Wünsche und Bedürfnisse der Salemer berücksichtigen und ihnen gerecht werden.“ Dazu begaben sich die in der Initiative mitwirkenden Studenten Christopher Owen, Eva Klaus, Tucker Sherman, Eva Wolpers, Svenja Sperlich, Ann-CHristin Bakhos, Tobias Kösters, Raul Fernando und Anna Geschwill mit einem umfunktionierten Wohnmobil auf eine Tour durch alle elf Ortsteile Salems, um herauszufinden, was sich die Bürgerinnen und Bürger unter einer neugeschaffenen Gemeindemitte vorstellen - oder keinesfalls an dieser Stelle sehen wollen. Betreut wird das Projekt von Dr. Joachim Landkammer vom Lehrstuhl für Kunsttheorie und inszenatorische Praxis.
Die Bürgerbeteiligung dabei war groß: „Uns erreichten eine Vielzahl von Konzepten“, berichtet Ann Christin Bakhos. „Die Salemer Bürgerinnen und Bürger möchten die Neue Mitte Salems mitgestalten und haben daher die auf der Tour angebotene Möglichkeit zur Konkretisierung ihrer Wünsche ohne Scheu und mit reger Beteiligung genutzt.“ Auf einem von den Studierenden organisierten Bürgerfest zum Abschluss der ersten Projektphase wurden die tags zuvor in einem Workshop gesichteten Fragebögen an Architekturstudenten aus Stuttgart übergeben. In Stuttgart werden nur basierend auf den Wünschen und Vorstellungen, die in den Fragebögen geäußert wurden, erste Modelle für eine mögliche Gestaltung der Salemer Mitte entwickelt und im Oktober ausgestellt.